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Info | Was macht ein gutes Salatdressing aus?

Ordentlich Schütteln, Flasche öffnen und rüber über den Salat… In vielen deutschen Haushalten haben sich fertig gekaufte Salatsaucen inzwischen einen Stammplatz im heimischen Kühlschrank erobert und gehören schon seit Langem zu den beliebtesten Conveniencelebensmitteln neben Pesto, Tütensuppen und Tiefkühlpizza.

Insbesondere junge Menschen haben oft nur geringe Kocherfahrung und ziehen Fertigprodukte im Alltag Selbstgemachtem vor. Ob aus Zeitmangel durch Job oder Studium oder einfach aus Gemühtlichkeit, bei fertigen Salatdressings weiß man was einen erwartet und geht in gewisser Weise auch auf Nummer sicher. Zumindest was den mehr oder minder guten Geschmack angeht. Förderlich für eine gesunde Ernährung sind die meisten Fertigdressings auf jeden Fall nicht. Zu sehr wird im Preiskampf der Großen mit Chemie gepuncht und die Qualität der Produkte außen vor gelassen. Nicht nur der Geschmack und Geruch, sondern auch die Konsistenz spielen eine große Rolle bei der Beurteilung der Güte eines Salatdressings. Die perfekte Balance zwischen süß, sauer und salzig, abgerundet durch eine angenehme Würzigkeit der Essenz lässt sich auf natürliche Weise erzielen, wie man es von Zuhause gewohnt ist, oder wie all zu oft industriell durch Zugabe von künstlichen Aromen und Zusatzstoffen.

Die Krux liegt vor allem darin, dass die Massenproduzenten wie Kühne, Knorr und co an den Wünschen anspruchsvoller Kunden vorbei produzieren und hier hauptsächlich der niedrige Preis zählt (der in Anbetracht der Inhaltsstoffe/Chemie immernoch viel zu hoch ist). Zudem haben diese Konzerne so stark verpflegtete Absatzwege, dass Wochen vergehen können bis die Produktflaschen in der Regalen der Supermärkte stehen, demnach künstlich haltbar gemacht werden müssen.

Eine lange Haltbarkeit wird in der Regel durch den Zusatz von künstlichen Konservierungsstoffen und/oder durch das Erhitzen der Produkte erzielt. Da natürliche Aromastoffe durch Erhitzen und durch den natürlichen Alterungsprozess des Dressings abgebaut werden, gehen viele Hersteller mit dem Zusatz von künstlichen Aromen auf Nummer sicher.

Sogenannte Verdickungsmittel werden für das Erzielen eines bestimmten Mundgefühls der Fertigsaucen verwendet, sorgen dafür, dass die Sauce optimal um den Salat herumläuft und binden zudem den billigen Hauptbestandteil vieler industriell gefertigter Salatdressings: Die Zutat Wasser. Als Bindemittelfindet man in der Regel Natrium-Carboxymethylcellulose (E 466), Guarkernmehl (E 412), Pektin (E 440) und Xanthan (E 415) in den Inhaltsstoffen. Sie gelten allgemein als unbedenklich, täuschen jedoch schnell darüber hinweg, dass auf den Einsatz von hochwertigen Ölen aus Kostengründen verzichtet wurde. Hinzu kommt, dass bei der industriellen Herstellung von Zusatzstoffen für Fertigprodukte der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen mehr und mehr zunimmt.

Viele industriell gefertigte Salatsaucen enthalten, durch die Verwendung natürlich klingender Zusatzstoffe, versteckte Geschmacksverstärker wie z.B. Hefeextrakt, um das Produkt geschmacklich aufzuwerten. Hefe enthält natürlicherweise den Geschmacksverstärker Glutamat und wird in der Hoffnung auf die Unwissendheit der Kunden inzwischen recht häufig als Ersatz für den selbigen genutzt. Glutamat steht in Verdacht bei regelmäßigen Verzehr zu Unverträglichkeit und Kopfschmerzen zu führen, sowie Krebserregend zu sein.

Was bleibt uns also? Komplett auf fertige Dressings verzichten? Jeden Abend Stunden in der Küche zu stehen um ein Dressing für den nächsten Arbeitstag zu zaubern? Ein klares Nein. Denn einige, zugegebenermaßen wenige, fertige Salatdressings kommen komplett ohne den Zusatz von künstliche Aromen, Geschmacksverstärkern, Bindemittel oder Konservierungsstoffen aus und setzen stattdessen auf das was jeder auch zu Hause verwenden würde: Hochwertige natürliche Zutaten, Öle, Gewürze und Kräuter. Klar, solche Produkte kosten den einen oder anderen Euro mehr, aber dafür bekommt man hier Geschmackskompositionen die oft besser schmecken als selbstgemacht. Hier wird mit Honig verdickt, anstatt mit Wasser, Zucker und Chemie – hier verwendet man nur einen Bruchteil der üblichen Menge für einen Salat, weil hochwertige Salatsaucen sehr viel intensiver schmecken als Knorr’sche Massenfabrikate.

Achtet bei eurem nächsten Dressingkauf auf Folgendes und ihr werdet sicher nicht enttäuscht:

  • Ein gutes Dressing ist in der Regel nicht unter 2€ pro 150ml zu haben
  • An erster Stelle der Inhaltsstoffangabe sollte nicht Wasser stehen, denn die Anteile am Gesamtprodukt sind in absteigender Reihenfolge angegeben (Wasser an Platz eins → Wasser ist der Hauptbestandteil des Dressings!)
  • Von Farb- und anderen künstlichen Zusatzstoffen ist weit und breit nichts zu lesen (keine “E”-Stoffe)
  • Für ein besonders rundes Aroma wird anstatt von Zucker → Honig verwendet. Der ist nicht nur leckerer, er ist auch gesünder als Zucker